26.03.2026

«Mä weiss es haut eifach»

Was wissen wir eigentlich über das Emmental – und woher kommt dieses Wissen? Vieles steht in keinem Buch, sondern lebt in Erinnerungen, Erfahrungen und Gesprächen. Mit «spychere!» startet das Regionalmuseum Chüechlihus ein Projekt, das genau dieses Wissen sichtbar macht – gemeinsam mit den Menschen aus der Region.

«Chörblichrut! Kennsch?» – mit solchen Fragen beginnt «spychere! – Wissen von hier sammeln, zeigen, nutzen». Denn vieles von dem, was wir über unsere Region wissen, lässt sich nicht nachschlagen. Es ist einfach da – weitergegeben im Alltag, erzählt von Generation zu Generation. Genau dieses Wissen interessiert uns.

Mit «spychere!» machen wir uns auf die Suche nach lokalem Wissen im Emmental. Gemeinsam mit der Bevölkerung sammeln wir Geschichten, Erfahrungen und Beobachtungen – und machen sie zugänglich. Der offizielle Startschuss fällt mit der Ausstellungseröffnung am 31. März 2026 im Regionalmuseum Chüechlihus.

Im Zentrum steht der digitale e-spycher: ein wachsender Wissensspeicher für das Emmental. Hier können Beiträge in Form von Texten, Bildern, Videos oder Audioaufnahmen gesammelt und ergänzt werden – zuhause, an Veranstaltungen oder direkt im Museum. «Wenn ich Menschen frage, woher sie ihr Wissen haben, höre ich oft: mä weiss es haut eifach», sagt Projektleiterin Wanda Seiler. «Für uns ist genau dieses Wissen unglaublich wertvoll.» Mit dem Projekt gehen wir neue Wege: Nicht nur das Museum sammelt Wissen – es entsteht gemeinsam mit den Menschen im Emmental. Zusammen mit Co-Forschenden sind wir unterwegs, sprechen mit Leuten und tragen ihre Geschichten in den e-spycher ein.

Den Auftakt bildet die Ausstellung «spychere! Wissen von hier sammeln». Mitarbeitende zeigen darin anhand von Objekten aus der Sammlung, welches Wissen sie selbst mit dem Emmental verbinden – von Naturkunde über Dialekt bis hin zu den SCL Tigers.
«spychere!» ist ein mehrjähriges Projekt: Zuerst wird gesammelt, später ausgewertet und weitergedacht. Mit der Vernissage am 31. März beginnt dieser Prozess – und ab dem 1. April kann das gemeinsame «Spychere» starten.