
ES_0095
Eierfärben
Vorname/Name
Karin Schifferli
Jahrgang
1979
PLZ/Ort
3415 Rüegsauschachen
Kurzbeschrieb
Eine besondere Tradition des Eierfärbens wird mit wilden Schlüsselblümchen gestaltet. Die Blüten werden mit etwas Eiweiss auf rohe Eier geklebt, über Nacht getrocknet und anschliessend in mit Zwiebelschalen gefärbtem Wasser gekocht. So entstehen auf natürliche Weise wunderschöne, filigrane Blumenmuster.
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Text
Die meisten Menschen hier in der Region kennen das Eierfärben wie folgt: die gesammelten Kräuter, Blätter und Blüten werden auf das rohe Ei gelegt und mit einem Strumpf darum befestigt. Anschliessend mit dem Stumpf im heissen Wasser mit der «Zibelehüetsche» (Zwibelhaut), die das Wasser natürlich färbt, gekocht. Meine Mutter hat mir noch eine andere Art zum Eierfärben gelernt. Dafür werden wilde «Schlüsselblümchen», die am Bach am Bord wachsen, gesammelt. Die Blüten werden anschliessen mit dem Köpfchen nach unten mit Eiweiss ans Ei gekelbt. So, dass die Stiele weg vom Ei zeigen. Dabei wichtig ist, dass man nicht zu viel Eiweiss verwendet, weil sonst die Farbe der Schlüsselblumen verbleicht. Anschliessend müssen die Blüten – meist über Nacht und im Kühlschrank – angetrocknet werden. Das mache ich jeweils am Gründonnerstag oder am Karfreitag. Am nächsten Tag werden die Eier in dem mit Zwiebelhaut gefärbten Wasser gekocht.
Herkunft des Wissens
Ich habe das Handwerk von meiner Mutter erlernt.
Nutzen des Wissens
aktiv / inaktiv
Ich gebe das Wissen an meine Kinder weiter.









