26.10.2026

Sammelstopp mit 220 Beiträge

Sechs Monate lang wurde im Rahmen von «spychere!» Wissen aus dem Emmental gesammelt. Am 25. Oktober 2026 endete die erste Sammelrunde. In dieser Zeit sind 220 Beiträge mit lokalem Wissen auf dem e-spycher zusammengekommen. Ein wichtiger Meilenstein für das Projekt – und der Beginn einer neuen Arbeitsphase.

Die Sammlung entstand durch Gespräche, Begegnungen und gemeinsame Aktionen in der Region. Die Co-Forschenden waren im Emmental unterwegs, hörten zu, fragten nach und hielten das Wissen der Menschen fest. Sie unterstützten auch dabei, die Beiträge auf dem e-spycher zu erfassen und zugänglich zu machen.

Gesammelt wurde an unterschiedlichen Orten und bei verschiedenen Gelegenheiten. So war «spychere!» beispielsweise an der Kulturnacht im Schloss Burgdorf zu Gast. Solche Begegnungen trugen dazu bei, Menschen aus unterschiedlichen Teilen des Emmentals einzubeziehen. Denn der e-spycher soll die Vielfalt der Region abbilden und Wissen aus ihren verschiedenen Gegenden zusammenbringen.

Die 220 Beiträge sind das Ergebnis dieses gemeinsamen Engagements. Ein herzliches Dankeschön an alle, die ihr Wissen geteilt, Gespräche ermöglicht und die erste Sammelrunde mitgetragen haben!

Vom Sammeln zum Auswerten

Seit dem 26. Oktober 2026 ist die Sammlung vorerst geschlossen. Neue Beiträge können derzeit nicht eingereicht werden. Nun beginnt die Auswertung: Gemeinsam mit den Co-Forschenden werden die gesammelten Beiträge gesichtet, verglichen und diskutiert. Unterstützt wird dieser Prozess von «Schweiz forscht» und der Soziologin Andrea Friedli.

Im Zentrum steht die Frage, was «Emmentaler Wissen» ausmacht und welche Erkenntnisse sich aus den Beiträgen gewinnen lassen. Ausserdem wird diskutiert, welches Wissen langfristig Teil der Museumssammlung werden soll und welche Themen sich für eine vertiefte Auseinandersetzung eignen. Die Auswertung bildet damit die Grundlage für die nächsten Schritte des Projekts.

Die nächsten Schritte

Am 23. März 2027 wird die überarbeitete «spychere!»-Ausstellung im Regionalmuseum Chüechlihus eröffnet. Sie präsentiert erste Erkenntnisse aus der Sammelrunde und eröffnet neue Perspektiven auf das zusammengetragene Wissen. Auch darüber hinaus wird «spychere!» weitergeführt: 2027 sind ein Schulprojekt und ein weiteres partizipatives Format geplant, in denen das gesammelte Wissen aufgegriffen und weitergedacht wird.

Der Sammelstopp bedeutet dabei nicht, dass die Sammlung verschwindet. Alle veröffentlichten Beiträge bleiben auf dem e-spycher zugänglich. Wer sich durch die Sammlung klickt, kann weiterhin entdecken, was in den vergangenen sechs Monaten zusammengetragen wurde. Auch die aktuelle «spychere!»-Ausstellung im Regionalmuseum Chüechlihus bleibt geöffnet.

Die erste Sammelrunde ist abgeschlossen. Jetzt werden die 220 Beiträge zur Grundlage für die weitere Arbeit: Sie werden ausgewertet, in der Ausstellung sichtbar gemacht und für neue gemeinsame Projekte genutzt.