ES_0147
Von der Scheune zum Museum
Vorname/Name
Livia
Jahrgang
1990
PLZ/Ort
3014 Bern
Kurzbeschrieb
Nicht alles am Chüechlihus ist 500 Jahre alt. Der nördliche Anbau entstand 1787 als Scheune und erzählt seine eigene Geschichte. Aus der Scheune wurde eine Kupferschmiedewerkstatt, später ein Gemüseladen und ein Lager für die Marktstände des Langnauer Märits. Heute ist der Anbau Teil des Museums und zeigt Wechselausstellungen. Mit «spychere! Wissen von hier sammeln, zeigen, nutzen.» sammeln wir gemeinsam mit der Bevölkerung Wissen aus dem Emmental und überlegen, wie wir es für die Zukunft nutzen können.
Dieser Beitrag ist Teil der Spurensuche durchs Chüechlihus.
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Text
Mit diesem Raum verlässt du das Chüechlihus aus dem Jahr 1526 und betrittst einen jüngeren Gebäudeteil. Der nördliche Anbau entstand 1787 als Scheune. Dies wissen wir definitiv spätestens seit den Dendrochronologischen Untersuchungen im Jahr 2025. Noch heute lässt sich der Unterschied zwischen den beiden Bauten gut erkennen. Vor dir steht die hölzerne Aussenwand des ursprünglichen Chüechlihus. Daneben die ehemalige Scheune, die fast 260 Jahre später angebaut wurde.
Doch auch dieser Gebäudeteil blieb nicht unverändert. Im Jahr 1844 wurde die Scheune zur Kupferschmiedewerkstatt umgebaut. Ab diesem Zeitpunkt finden sich auch schriftliche Quellen über die Geschichte des Chüechlihus, besonders über die verschiedenen Besitzer. Gemäss Susan Roethlisberger, die gleich neben dem Chüechlihus aufgewachsen ist, befand sich hier Mitte des 20. Jahrhunderts ein Gemüseladen. Später wurden in diesen Räumen die Marktstände gelagert, die bis heute für den Langnauer Märit aufgestellt werden. Jede Generation hat den Anbau entsprechend den eigenen Bedürfnissen genutzt, angepasst und damit neue Spuren hinterlassen.
Heute gehört der ehemalige Scheunenteil zum Regionalmuseum Chüechlihus. Bis 2028 ist hier die Ausstellung zum Projekt «spychere! Wissen von hier sammeln, zeigen, nutzen.» zu sehen. «spychere!» sammelt und beforscht gemeinsam mit der Emmentaler Bevölkerung Wissen, Erinnerungen und Geschichten aus der Region.
Auch diese Spurensuche ist auf diese Weise entstanden. Vieles, was du unterwegs entdeckt hast, stammt aus dem Wissen von Menschen, die ihre Beobachtungen, ihr Fachwissen und ihre Erinnerungen mit dem Museum geteilt haben.
Ein herzlicher Dank gilt:
Matthias Bolliger, Jonas Glanzmann, Peter Heiniger, Patrick Järmann, Alexander Kobe, Susan Roethlisberger, Heinrich Christoph Affolter, Madeleine Ryser, Stefanie Sterchi, Tony Chüechler und Sarina Wälti.
Denn Geschichte entsteht nicht nur in Archiven. Sie lebt auch in den Erinnerungen und im Wissen der Menschen, die sie mit anderen teilen.
Herkunft des Wissens
Aus Gesprächen mit Alexander Kobe, Susan Roethlisberger und aus der Recherche von Wanda Seiler.
Nutzen des Wissens
aktiv / inaktiv
Als Projektleiterin von Spychere lerne ich jeden Tag neues über das Chüechlihus und gebe das Wissen weiter.












