
06.09.2026
Ein Geburtstag voller Wissen
500 Jahre Chüechlihus – das musste gefeiert werden! Am 6. September wurde das historische Haus zum Treffpunkt für die Region. Bei Musik, Handwerk, Essen, Trachten, Schwingen und vielen Begegnungen wurde gemeinsam Geburtstag gefeiert. Und mittendrin zeigte sich, wie viel Wissen in einem solchen Fest steckt.
Ein 500. Geburtstag kommt schliesslich nicht alle Tage vor. Entsprechend bunt war der Chüechlihus-Sunndig: Es wurde musiziert, gebastelt, gegessen, ausprobiert, gestaunt und erzählt. Rund ums Haus gab es viel zu entdecken.
Dabei begegnete man immer wieder lokalem Wissen, das über Generationen weitergegeben wird. Die Kräuterwerkstatt zeigte, was sich aus Kräutern und Blumen herstellen lässt – von Nahrung bis zu Heilmitteln. Eine Trachtenschneiderin gab Einblick in ihr Handwerk, während Kinder und Jugendliche beim Verkleiden selbst ausprobieren konnten, wie eine Tracht angezogen wird. Die Jungschwinger:innen des Schwingklubs Langnau zeigten ihr Können und luden zum Mitmachen ein.



Auch kulinarisch gab es einiges zu entdecken. Am Stand von Jena Nathan und ihren Freund:innen wurde tamilisches Essen angeboten. Rosen und Apfelchüechli durften natürlich ebenfalls nicht fehlen – und sorgten bei den Besucher:innen für so manche Frage nach Rezept und Zubereitung. Es wurde also nicht nur gefeiert, sondern ganz nebenbei auch Wissen geteilt.



Wissen sammeln am Chüechlihus-Sunndig
Genau hier kam «spychere!» ins Spiel. Die Co-Forschenden waren während des ganzen Tages im Einsatz und kamen mit den zahlreichen Besucher:innen ins Gespräch. Sie hörten Geschichten, stellten Fragen und sammelten neues Wissen aus dem Emmental. Denn Wissen steckt nicht nur in grossen historischen Ereignissen. Es steckt in Rezepten, Handgriffen, Bräuchen, Dialektwörtern und persönlichen Erinnerungen. Vieles davon wird im Alltag weitergegeben, ohne dass man sich bewusst ist, wie wertvoll dieses Wissen eigentlich ist.



Der Chüechlihus-Sunndig bot dafür den perfekten Ort: Menschen kamen zusammen, erzählten, fragten nach und teilten, was sie wissen.
Auch das Geburtstagskind hatte etwas zu erzählen
Und natürlich durfte das Chüechlihus selbst nicht fehlen. Bei Führungen mit der Denkmalpflege konnten die Besucher:innen den 500-jährigen Bau aus einem neuen Blickwinkel entdecken. Alte Türen, Fenster und besondere Baumerkmale erzählen Geschichten aus vergangenen Zeiten. Passend zum Jubiläum wurde an diesem Tag auch die neue Spurensuche durchs Chüechlihus eröffnet. Damit bekam das Geburtstagskind gleich doppelt Gelegenheit, sein Wissen zu zeigen: Das Haus erzählt von seiner eigenen Geschichte – und die Menschen, die es an diesem Tag besuchten, brachten ihre eigenen Geschichten mit.
Was gibt es aus Ihrem Alltag zu erzählen?
Die erste Sammelphase von «spychere!» läuft noch bis 25. Oktober 2026. Gesucht werden Geschichten, Erinnerungen und Alltagswissen aus dem Emmental. Beiträge können unter e-spycher.ch oder direkt im Regionalmuseum Chüechlihus eingereicht werden.
















