
13.05.2026
Die ersten Schritte der Co-Forschenden
Zum ersten Workshop trafen sich die Co-Forschenden von «spychere!» im Chüechlihus. Gemeinsam wurde ausprobiert, diskutiert und bereits erstes Wissen gesammelt – ein wichtiger Schritt für den Start der Feldforschung im Emmental.
Wie beginnt eigentlich ein Gespräch über lokales Wissen? Mit genau dieser Frage trafen sich die Co-Forschenden von «spychere!» zum ersten gemeinsamen Workshop im Regionalmuseum Chüechlihus. Nach dem Kennenlernen einige Wochen zuvor ging es nun ans praktische Arbeiten: ausprobieren, üben, diskutieren – und erste Erfahrungen sammeln.

Die Stimmung war konzentriert, aber locker. Es wurde viel gefragt, viel ausprobiert und auch viel gelacht. Schnell zeigte sich: Lokales Wissen steckt überall. In Erinnerungen, Beobachtungen, Gewohnheiten – und oft in ganz alltäglichen Gesprächen. Gemeinsam überlegte die Gruppe, wo sich dieses Wissen finden lässt. An Märkten, Chilbis oder Vereinsanlässen. Im Gespräch mit Bekannten. Oder spontan irgendwo dazwischen.
Im Workshop übten die Co-Forschenden deshalb ganz konkret, wie man auf Menschen zugeht und das Projekt erklärt. Was sagt man am Anfang eines Gesprächs? Wie schafft man Vertrauen? Und wie sammelt man Geschichten, ohne sie zu stark zu lenken? Besonders spannend war das gemeinsame Ausprobieren solcher Gesprächssituationen. Schnell wurde klar: Einen guten Einstieg zu finden, braucht Übung. Gleichzeitig entstanden dabei viele hilfreiche Ideen und gegenseitige Tipps.

Auch der e-spycher wurde erneut praktisch getestet. Die Co-Forschenden erarbeiteten erste eigene Wissensbeiträge und trugen diese direkt ein. Dabei zeigte sich, wie unterschiedlich lokales Wissen aussehen kann – und wie vielfältig die Perspektiven innerhalb der Gruppe sind. Unterstützt wurde der Workshop durch externe Begleitung vom Projektpartner Science et Cité.
Gemeinsam mit dem Museumsteam wurde weiter an Hilfsmitteln für die Feldforschung gearbeitet – etwa an Gesprächsleitfäden, Schritt-für-Schritt-Anleitungen oder kleinen Materialien für Begegnungen unterwegs. Wichtig war dabei von Anfang an: Die Co-Forschenden sollen das Projekt mitgestalten können. Viele Werkzeuge entstehen deshalb gemeinsam mit ihnen und werden laufend angepasst.

Mit dem Workshop hat die Feldforschung nun richtig begonnen. In den kommenden Wochen werden die Co-Forschenden im ganzen Emmental unterwegs sein, Menschen treffen, Geschichten sammeln und neues Wissen in den e-spycher eintragen.
Einen vertieften Einblick in den Workshop und die Rolle der Co-Forschenden gibt es auch im Gastbeitrag unseres Projektpartners Science et Cité: Mit Citizen Science lokales Wissen ins Museum bringen













