ES_0082

Ämmitalerisch

Vorname/Name
Sarina
Jahrgang
1996
PLZ/Ort
3543 Emmenmatt
Kurzbeschrieb
Wer an den Kanton Bern denkt, denkt meistens an das Berndeutsch aus der Stadt. Doch im Emmental redet man ganz anders! Je weiter man ins Tal hineinfährt, desto älter und uriger klingen die Wörter. Im Emmental zieht man die Töne oft stark in die Länge. Hier sind ein paar typische Beispiele für den Unterschied:
är siiit statt är seit (er sagt)
Giiis statt Geiss (Ziege)
Buum statt Boum (Baum)

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Text

Wer an den Kanton Bern denkt, denkt meistens an das Berndeutsch aus der Stadt. Doch im Emmental redet man ganz anders! Man nennt diesen Dialekt Emmentalerdeutsch oder Ämmitalerisch. Je weiter man ins Tal hineinfährt, desto älter und uriger klingen die Wörter.
Der grösste Unterschied zur Stadt Bern liegt bei den Vokalen. Im Emmental zieht man die Töne oft stark in die Länge (Langvokale), wo man in der Stadt eher ein «e» oder «o» benutzt. Hier sind ein paar typische Beispiele für den Unterschied:
    • siiisch statt seisch (du sagst)
    • är stiit statt är steit (er steht)
    • hiiiter statt heiter (hell / klar oder habt ihr)
    • Giiis statt Geiss (Ziege)
    • chüüter statt chöiter (könnt ihr)
    • Buum statt Boum (Baum)
    • äs isch hiiss statt äs isch heiss (es ist heiss)

Herkunft des Wissens

Nutzen des Wissens
aktiv / inaktiv

1 Kommentar

  1. Verena Gertsch 31. August 2026 um 15:42 - antworten

    Spannend am Ämmitaler Dialekt ist auch seine Nähe zum Dialekt, welcher in Habkern (Berner Oberland) gesprochen wird.
    Dort spricht man ebenfalls von «Büüm», von «Giisi», von der Liiterra (Leiter, im Emmental Liitere).
    Der Grund für diese Ähnlichkeiten liegt in der geografischen Nähe der beiden Täler. Vor dem Eisenbahn-Zeitalter und vor dem Bau der grossen Verbindungsstrassen war der Grünenbergpass eine der wichtigsten Verbindungen zwischen dem Emmental und dem östlichen Berner Oberland, es wurde reger Handel betrieben.
    Mein Vater, der in Habkern aufwuchst, erzählte auch, wie sie als junge Burschen «über den Grüenibärg» ins Schangnau «z’Chilt» gingen, ab und zu mündeten diese Chiltgänge dann auch in eine Eheschliessung.

U du, weisch no meh?

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