
ES_0030
Jugenderinnerungen: Bärnere, nicht Bärnerin!
Vorname/Name
Susan
Jahrgang
1932
PLZ/Ort
3550 Langnau
Kurzbeschrieb
Kennen Sie den heute fast ausgestorbenen emmentalischen Dativ/Akkusativ? Leider sprechen die Leute heute kaum mehr so. Auch ich nicht, ausser wenn ich ganz bewusst daran denke.
Da heisst es nicht «wän hesch gseh» sondern «wäm hesch gseh». Die Antwort lautet: i ha Fritze gseh, oder i ha Vattere gseh und «i ha Vrenin gseh». Der Artikel geht dabei verloren.
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Text
Es heisst nicht «wän hesch gseh» sondern «wäm hesch gseh». Die Antwort lautet: «i ha Fritze gseh» oder «i ha Vattere gseh» und «i ha Vrenin gseh». Der Artikel geht dabei verloren. – Wenn ich dabei vielleicht auch ein wenig schulmeisterlich klinge, ich bin keine Bärnerin, sondern eine Bärnere und die Schüpbacherinnen auf Eurem Plakat (Chüechlihus Plakat zu «Spychere – Wissen sammeln, zeigen, nutzen») haben mich ein bisschen gestört.
(Chüechlihus hat bei Susan nachgefragt: ist es denn die gleiche Endung im Plural? also: «Das wüsse Schüpbachs nid! Aber d´Schübacherä wüsses»?)
Antwort Susan: Jawohl, die Mehrzahl von Bärnere lautet genau gleich. Ei Bärnere, zwo Zürchere, drei Wallisere. Aber bitte nicht mit «ä» am Schluss, dies ist eine moderne Unsitte, die plötzlich mit dem vermehrten Dialektschreiben aufgetaucht ist. Es handelt sich dabei ja um ein stimmloses «e». Das lässt sich am besten mit dem Wort «vo Härze» hören.
Es sollte also heissen: d’Schüppachere wüsses.
Herkunft des Wissens
Von alters her.
Nutzen des Wissens
aktiv / inaktiv





