
ES_0070
Dr Güferli-Muni
Vorname/Name
Sarina
Jahrgang
1996
PLZ/Ort
3536 Zollbrück
Kurzbeschrieb
Im Emmentaler Dialekt heisst der künstliche Besamer für Rinder «Güferli-Muni» – der «Stier aus dem Koffer». Statt eines Hofstiers kommt tiefgefrorener Samen ausgewählter Zuchtstiere zum Einsatz. Der Besamer bringt ihn auf den Hof und platziert ihn mit viel Fachwissen gezielt in der Kuh. So verbindet moderne Tierzucht Tradition und Präzision.
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Text
Bei uns im Dorf ist der Begriff geläufig: der „Güferli-Muni“. So wird hier im regionalen Dialekt der künstliche Besamer für Rinder genannt. Der Name setzt sich scherzhaft aus „Güferli“ (Koffer) und „Muni“ (dem Berner Wort für Stier) zusammen. Er ist also sozusagen der „Stier aus der Tasche“, der den echten Hofstier ersetzt.
Das Ganze funktioniert so: Der Bauer wählt vorab im Zuchtkalender genau aus, welcher Stier optimal zu seiner Kuh passt. Der Besamer bringt das tiefgefrorene Samenröhrchen dann in einem Spezialbehälter mit auf den Hof. Für die Besamung im Stall zieht er sich einen charakteristischen, schulterlangen Plastikhandschuh an. Mit einer Hand tastet er über den Enddarm der Kuh den Gebärmutterhals ab, um den Weg zu weisen, während er mit der anderen Hand das aufgetaute „Güferli“ mithilfe einer dünnen Metallhülse präzise platziert.
Herkunft des Wissens
Ich habe selbst nie auf einem Hof gelebt, trotzdem habe ich durch Bekannte immer wieder den Güferli-Muni gesehen
Nutzen des Wissens
aktiv / inaktiv






