ES_0066

Wirtschaft Rämisalp

Vorname/Name
Verena Gertsch
Jahrgang
1955
PLZ/Ort
3550 Langnau
Kurzbeschrieb
Rämis unterhalb der Lüdernalp war einst eine reine Sommeralp. Nach dem Bau des Bauernhauses 1857 entwickelte sich der Betrieb unter der Familie Jakob auch zu einer Gastwirtschaft. Besonders bekannt war die Rämis-Chilbi mit Tanz und Geselligkeit in der sogenannten «Trinkhalle». 1963 wurde die Wirtschaft aufgegeben, da ihr Betrieb neben der Landwirtschaft zu aufwändig geworden war.
Schlagworte
Teilen

Text

Jahrhundertelang war Rämis (unterhalb der Lüdernalp) ein reiner Alpbetrieb und nur im Sommer bewohnt.
1857 kaufte der Langnauer Apotheker Carl Friedrich Mosimann die Alp und liess das heutige Bauernhaus erbauen. Als er 1891 starb, verkaufte seine Witwe den Betrieb an einen der Vorfahren der heutigen Besitzerfamilie Jakob. Die neuen Eigentümer betrieben neben der Landwirtschaft auch eine Gastwirtschaft.
Auf dem Foto unten ist links des Hauses ein einfacher Holzschuppen zu sehen, dieser diente als Remise. Von der Familie wurde er immer als «Tanzsaal», in den Dokumenten jedoch vornehm als «Trinkhalle» bezeichnet.
Dies, weil auf dem einfachen Bretterboden an der Chilbi sowohl getanzt als auch getrunken wurde.
Die Rämis-Chilbi fand in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts jeweils am selben Sonntag statt wie die Lüdern-Chilbi. So konnten deren Besucher auf dem Heimweg Richtung Langnau auch noch auf Rämis z’Chilbi gehen.
Bis heute gilt vielleicht deshalb der Spruch «Der Letzte, der von der Lüdern-Chilbi heimkehrt, trägt den Herbst am Rücken.
Die Wirtschaft Rämis wurde nach der Übergabe des Betriebes von Robert und Rosa Jakob-Habegger an Alfred und Käti Jakob-Wittwer im Jahr 1963 nicht mehr weitergeführt. Der Betrieb einer Wirtschaft mit Landwirtschaft wäre zu aufwändig geworden und hätte grosse Investitionen erfordert.

Herkunft des Wissens

Ich bin oft im Gebiet Rämis unterwegs und finde die Geschichte des Hofes spannend.

Nutzen des Wissens
aktiv / inaktiv

Bilder

Das Bauernhaus und ehemalige Wirtschaft Rämis

Das Wirtshausschild der Wirtschaft Rämis. Links vom Schild ist am Pfosten der frühere Wegweiser Richtung Chüenihüttli zu sehen.

Durch den heutigen Schopf des Bauernhauses führte der Weg Richtung Chüenihüttli, es bestand sogar ein entsprechendes Wegrecht. Am Pfosten am rechten Bildrand ist der Wegweiser zu sehen.

Das Inserat beweist, dass auf Rämis auch geschwungen wurde.

U du, weisch no meh?

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt und es gelten die Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen von Google.
Beim Verwenden dieses Kontaktformulars gilt unsere Datenschutzerklärung. Die E-Mail-Adresse wird nicht auf der Website veröffentlicht.

Das könnte dich auch interessieren