
ES_0161
Ofäguggäli
Vorname/Name
Elena
Jahrgang
2004
PLZ/Ort
3556 Trub
Kurzbeschrieb
Früher stand in vielen Häusern ein Kachelofen, der an kalten Tagen für Wärme sorgte. Man konnte darauf sitzen oder liegen und sich aufwärmen. Doch der Ofen konnte noch mehr: In seinem Innern befand sich ein kleiner Hohlraum, das sogenannte «Ofäguggäli». Darin liessen sich nasse Kleidung, Schuhe oder Wärmekissen trocknen und sogar Teig zum Aufgehen bringen. Als Kind nutzte ich es vor allem, um kalte Füsse zu wärmen oder kleine Schätze zu verstecken. Der Name kommt vielleicht daher, dass man «dürä guggä», also hindurchschauen konnte.
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Text
Früher stand in vielen Häusern ein Kachelofen, welcher das Haus in kalten Tagen wärmte. Wärmen konnte der Ofen auf ganz verschiedene Arten. Zum einen konnte man darauf sitzen oder liegen um sich aktiv daran zu wärmen. (Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das ist wunderbar, nur manchmal etwas heiss.) Zum anderen gab es in diesen Öfen (bei unserem: in der Mitte der Stein-Lähne) ein Loch. Das sogenannte «Ofäguggäli». Dieses diente früher dazu, nasse Kleidung, Schuhe, Wärmekissen oder andere kleinere Dinge zu wärmen oder zu trocknen. Man konnte das «Ofäguggäli» aber auch bestens dafür nutzen um Teig aufgehen zu lassen, denn das «Ofäguggäli» ist ein Hohlraum. Auch ich bin mit einem solchen Ofen aufgewachsen. Meine Geschwister und ich wärmten im «Ofäguggäli» unsere kalten Füsse oder versteckten darin (im kalten Zustand) kleine Dinge. Meine Grosseltern hatten sogar ein «Ofäguggäli» das durch zwei kleine Öfen, durchgehend verbunden war. Man hätte also, wenn man genug klein gewesen wäre durch das eine Ende des «Ofäguggälis» durch die Öfen kriechen können und wäre auf der anderen Seite wieder rausgekommen. Zwei Türchen bildeten den Abschluss der beiden «Ofäguggäli» vielleicht stammt auch daher der Name, weil man «dürä guggä cha» also «düräluege», durchschauen.
Herkunft des Wissens
Wir haben Zuhause selber einen Kachelofen mit einem Ofäguggäli.
Nutzen des Wissens
aktiv / inaktiv
Wenn ich davon spreche, spreche ich vom Ofäguggäli, alle in meiner Familie verstehen das Wort.



