
ES_0040
D Mönet im Dialäkt
Vorname/Name
Elena
Jahrgang
2004
PLZ/Ort
3556 Trub
Kurzbeschrieb
Im Emmental tragen viele Monate alte Namen. Der Februar heisst etwa „Horner“, der Juli „Höimonet“ und der Oktober „Wymonet“. Die Bezeichnungen orientieren sich oft an Natur, Landwirtschaft oder Festen und zeigen bis heute den engen Bezug zum bäuerlichen Alltag.
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Text
Hast du gewusst, dass die Monate im Emmental auch noch anders genannt werden als Januar, Februar März, April, Mai, Juni, Juli, August, September, Oktober, November, Dezember? Einige Monate werden heute noch danach benannt, was früher zu dieser Zeit gerade aktuell war oder es bis heute noch immer ist. So nennt man den Monat Februar beispielsweise „Horner“ da die Hirsche in dieser Zeit ihre Hörner bzw. Geweihe abstossen. Der Juni heisst «Brachet» oder „Brachmonet“ weil die brachliegenden Felder gepflügt und somit bereit für das Ansähen von Getreide oder anderem Saatgut gemacht werden. Nach dem „Brachmonet“ folgt der Juli, welcher „Höimonet“ genannt wird, in diesem Monat wird das Heu geerntet. Den Monat September nennt man „Herbschtmonet“, da mit diesem Monat der Herbst beginnt. Darauf folgt der “Wymonet“ auch bekannt als Oktober, in dieser Zeit findet die Weinlese, statt. Der November ist der „Wintermonet“ da mit diesem der Winter beginnt und im Chrischtmonet, oder eben Dezember wird die Geburt von Jesus Christus gefeiert. Alle anderen Monate weichen nur dialektisch von den Schriftdeutschen Begriffen der Monate ab. Den Januar nennt man „Jäner“, März heisst „Märze“, dem April sagt man „Abereuä“, der Mai heisst „Meiä“ und der August wird „Ugschtä“ genannt.
Herkunft des Wissens
In meiner Familie werden diese Begriffe der Monate zum Teil noch genutzt.
Nutzen des Wissens
aktiv / inaktiv
Ich persönlich benutze die Wörter nicht, aber ich höre sie oft und freue mich dann immer.
Audio
D Mönet im Dialäkt



