
ES_0077
Romantik und Rauchen
Vorname/Name
Miriam
Jahrgang
1979
PLZ/Ort
3550 Langnau
Kurzbeschrieb
Wer in Langnau jung war, kennt das Raucherbänkli beim Chiuchestägli. In den 1990ern galt es als beliebter Ort zum Rauchen, nachdem es in den 1960er-Jahren vor allem ein romantischer Rückzugsort zum «Schmusen» war. Wann aus dem Romantikbänkli eine Konsumbank wurde, ist unklar. Sicher ist: Die versteckte, farbige Ecke unter der Kirche hat sich über Jahrzehnte als beliebter Treffpunkt für Jugendliche gehalten.
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Text
Wer einmal in Langnau jung war und einen gewissen Hang zum Verbotenen hatte, der wird das Raucherbänkli beim Chiuchestägli (offiziell: Bernhard Antener-Treppe) kennen. Unter Bäumen, zwischen Mauern und Büschen, ist es die wohl lauschigste Ecke im Zentrum von Langnau, um sich zu treffen und heimlich zu rauchen. Oder so.
Anfang der 1960er Jahre, so hat mir ein Langnauer, der damals jung war, erzählt, sei das Raucherbänkli vor allem ein Romantikbänkli gewesen. Man habe sich da also «eher zum Schmusen» getroffen – «was damals ja eigentlich auch ein bisschen illegal war». Dass dort auch geraucht worden sei, ist dem Zeitzeugen nicht bekannt. Dafür hätte man wenn schon weit aus Langnau heraus gehen müssen, sagt er. Und Kiffen sei damals sowieso kein Thema gewesen.
Wann das kaschierte Bänkli unter der Kirche also vom romantischen Rückzugsort zur heimlichen Konsumbank verkommen ist, ist mir nicht bekannt. Sicher ist nur – die Ecke, die sich vor allem auch durch ihre Farbigkeit auszeichnet, hat sich über Jahrzehnte als Treffpunkt für junge Menschen halten können. Und sicherlich empfindet es die eine oder andere Person als Schandfleck. Doch selbst die Tatsache, dass das Treiben um die Bank herum auch schon im Gemeinderat ein Thema war, konnte an seiner Beliebtheit bei den Jungen nichts ändern. Einige sitzen übrigens auch tatsächlich nur da, um ihr Mittagessen oder die Ruhe am Schatten zu geniessen.
Herkunft des Wissens
Aus eigener Erfahrung und von Bekannten
Nutzen des Wissens
aktiv / inaktiv





