ES_0032

Schlafkultur

Vorname/Name
Res Baumgartner
Jahrgang
1959
PLZ/Ort
3432 Lützelflüh
Kurzbeschrieb
Im Spätherbst erneuerte die Familie Baumgartner jeweils ihre Matratzen, indem sie den alten Inhalt entfernte und die Säcke im Wald mit frischem, trockenem Laub füllte. Diese einfache, jährlich wiederholte Praxis sorgte für eine natürliche Schlafunterlage, deren Komfort sich im Laufe des Jahres spürbar veränderte.
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Text

Mein Grossvater Ernst Baumgartner, geboren 1899 auf dem Ranflühberg, hat erzählt, dass er und seine Geschwister jeweils an einem schönen Tag im Spätherbst ihre Matratzen aus dem Gaden herunterholten, eine Naht öffneten und den Inhalt auf den Mist leerten. Anschliessend zogen sie in den nahen Wald und füllten den Matratzensack mit frischem, trockenem Laub. Wieder zuhause angekommen, nähten sie den Sack zu. Nun diente die Matratze wieder ein Jahr lang als Schlafunterlage. Man kann sich vorstellen, dass die Weichheit des Bettes übers Jahr nicht immer gleich blieb.

Herkunft des Wissens

Mein Grossvater, Ernst Baumgartner, wuchs auf dem Ranflühberg mit zwei Brüdern auf. Seine Eltern bewirtschafteten einen kleinen Bauernbetrieb. Nach der Schule machte er eine landwirtschaftliche Ausbildung in einem Kinderheim. Das bewog ihn, Lehrer zu werden. Er trat ins Seminar Muristalden ein und absolvierte die Lehrerausbildung. Er war nachher Lehrer in Grünenmatt.

Nutzen des Wissens
aktiv / inaktiv

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