
ES_0031
Puja kennsch?
Vorname/Name
Jena Nathan
Jahrgang
1985
PLZ/Ort
3550 Langnau
Kurzbeschrieb
Puja ist eine wichtige hinduistische Zeremonie, die im Hindu Tempel in Bärau gefeiert wird. Der Tempel, einer der ältesten der Schweiz, wurde 1985 von der tamilischen Community gegründet. Jeden Freitag versammeln sich Gläubige zu Gebeten, Musik und Ritualen, die die Sinne ansprechen. Besondere Feste wie das Tempelfest und die Feiern zu Ganesha und Murugan sind Höhepunkte des Jahres und bewahren wertvolles spirituelles Wissen, das über Generationen weitergegeben wird.
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Text
Puja bezeichnet die Zeremonie, die wir im Hindu Tempel in Bärau feiern. Es ist sozusagen der Gottesdienst.
Der Hindu Tempel in Bärau wurde von den Tamilen, die in 1985 in die Schweiz kamen gegründet. Das Flüchtlingsheim an der Schlossstrasse in Langnau war auch der Anfang vom Tempel. Der erste Tempel in der Schweiz. Die tamilischen Flüchtlinge hatten ein Ganesha Statue (der Elefantenköpfige-Gott) eingeweiht und jeden Freitag den Gottesdienst (Puja) gefeiert. Es gab dazumal keine Priester. Sie waren selber Priester.
Mit der Zeit konnten Sie in einem kleinen Gebäude (Schöpf) vor dem Oberfeldschulhaus die Ganesha Statue einweihen. Es fanden dort vermehrt Gottesdienste und diverse Fest-Gottesdienste statt. Auch die Tamilischen Leute in der Umgebung, wie Sumiswald, Wasen, Burgdorf kamen in den Tempel.
Im Jahr 1989 konnten wir den Raum im Obergeschoss in Ottos-Gebäude beziehen. Der Tempel wurde dort ausgebaut. Die anderen Götter wie Amman, Murugan, die Planeten mit Mond und Sonne, der Bairavah, ein Avatar von Shiva, hatten einen festen Platz, sozusagen einen separaten Altar.
Unsere Puja sind immer laut. Die Glocke tönt, im Hintergrund gibt es Musik, der Priester hält die Puja in Sanskrit, es werden Gebete gesagt und die Lieder gesungen. Leider konnten wir auch nicht lange in diesem Gebäude sein, da es später Mietwohnungen gab und die Mieter wegen Lärm reklamierten.
Das Jahr 2009 ist unser Jahr. Das ganze Gebäude, das Lagerhaus von Wüthrich Sport AG im Schärischachen konnten wir erwerben und zu unserem Eigentum machen. Mit Künstler aus Indien bauten wir den Tempel aus. Jede Statue im Tempel, ausser die Gottesstatue im Altar, wurde handgeformt und ihr wurde Farbe gegeben. Im Jahr 2010 konnten wir mit einem grossen Fest unseren Tempel einweihen.
Nach 12 Jahren muss die Weihe nach religiösen und wirtschaftlichen Gründen erneuert werden. Die Weihe-Erneuerung heisst «Kumbabishekam». Das Wort stammt aus dem Sanskrit und bedeutet Kumbha – Gefäss und Abishekam steht für eine rituelle Waschung. Bei dieser Zeremonie werden heilige Wassergefässe vorbereitet und mit Gebeten sowie Mantras aufgeladen. In diesem Gefäss werden auch neuen verschiedene Getreidesamen gefüllt und aufbewahrt. Warum man das tut, hat es einen wirtschaftlichen Hintergrund. Früher, als Könige Länder eroberten und zum Kriege führten, wurden zum Teil auch die Felder zerstört. Damit man nach dem Krieg wieder etwas anpflanzen kann, hat man in diesem Gefäss Samen aufbewahrt und sie darin auf der Tempelspitze aufbewahrt. Nach 12 Jahren kann man diese Samen nicht mehr gebrauchen, deshalb wurde diese Einweihung erneuert. Am Höhepunkt des Rituals wird das geweihte Wasser über die Tempelspitze und die Götterstatuen gegossen.
So wurde mit einem Jahr Verspätung im Jahr 2024 der Tempel renoviert. Erneut kamen wieder vier Künstler aus Indien und bauten alle Statuen sowie den Tempel innerhalb von ca. sechs Monaten. Die Altare wurden vergrössert, so dass der Priester im Altar Platz hat um seine Zeremonie zu halten. Ein Erker wurde gebaut, damit die Götter einen Platz haben. Die Götter, die sich in diesem Altar befinden, dürfen weggenommen werden um z. B. Prozessionen zu feiern. Der Hindu Tempel ist auch stolz darauf zu sagen, dass wir den grössten Altar in der Schweiz zu haben. Ein Glockenturm wurde auch gebaut.
Im oberen Stockwerk konnten wir im Jahr 2025 eine grosse Küche bauen und den anderen Raum für Feste wie z. B. Hochzeit einrichten.
Die Religion Hinduismus ist die drittgrösste Weltreligion. Es gibt 3,3 Millionen Götter und sie hat keinen festen Gründer. Die Hauptgötter sind Vishnu, der Erhalter, Brahma, der Schöpfer und Shiva, der Zerstörer. Mit Shiva, seine Frau Parvati, Ganesha und Murugan bilden Sie die heilige Familie. Jede Gottheit hat verschiedene Avatare, deshalb hat der Hinduismus soviele Gottheiten.
Herkunft des Wissens
Grösstenteils von mir
Nutzen des Wissens
aktiv / inaktiv
An Schulkinder, die unsere Tempel besuchen.
Audio
Audioaufnahme einer Puja im Sri Vinajagar Hindu Tempelverein.










