ES_0210

Bätzi (Apfelbranntwein)

Vorname/Name
Margrith
Jahrgang
1952
PLZ/Ort
3432 Lützelfüh
Kurzbeschrieb

Bätzi ist ein Apfelbranntwein, den Bauern früher im erlaubten Rahmen selbst brennen durften. Er wurde nicht nur getrunken, sondern auch als Hausmittel eingesetzt. Nach dem Kalben erhielt die Kuh einen Schluck Bätzi. Manche Bauern gaben auch etwas davon in den Kaffee. Die Äpfel wurden vielseitig genutzt: Ein Teil wurde gemostet, ein Teil im Keller gelagert und ein Teil zu Apfelschnitzen eingekocht. Die Mutter füllte sie heiss in Gläser ab, damit sie für den Winter haltbar blieben.

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Text

Der Bätzi war ein Bauernschnaps – ein Apfelbranntwein. Obstbranntwein war für die Bauern legal. Sie durften einen Anteil an «Bätzi» pro Kuh brennen, der Schnaps wurde bei uns zu Hause auch als Medizin für die Kühe verwendet. Die Kühe erhielten ein wenig Bätzi nach dem kalbern. Viele Bauern schütteten jeweils auch mit (mehr oder weniger) Mass einen «Gutsch» Bätzi in den Kaffee. Die Bauern besassen in der Regel 10 – 12 Kühe. Je nach Standort, die Waldhausbauern mit flachem Land hatten mehr Kühe, die Bergbauern weniger.
Bei uns zu Hause wurde einen Teil der Äpfel gemostet, einen Teil ging in den Keller, ein Teil wurde eingekocht. Die Apfelschnitze wurden von der Mutter heiss in Gläser eingefüllt.

Herkunft des Wissens

Kindheitserinnerungen

Nutzen des Wissens
aktiv / inaktiv

Ich erzähle davon meinen Kinder und Enkeln.

U du, weisch no meh?

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