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Ein Fenster wie vor 500 Jahren

Vorname/Name
Livia
Jahrgang
1990
PLZ/Ort
3014 Bern
Kurzbeschrieb

Dieses kleine Fenster entspricht in Grösse und Lage vermutlich noch dem ursprünglichen Fenster aus der Bauzeit des Chüechlihus. Vor 500 Jahren war Glas kostbar und in gewöhnlichen Häusern selten. Stattdessen schützten Holzläden, Pergament oder Tierhäute vor Wind und Wetter. Das Fenster erinnert daran, wie anders Licht, Wärme und Wohnen damals erlebt wurden.

Dieser Beitrag ist Teil der Spurensuche durchs Chüechlihus.

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Text

Schau hinauf ins Obergeschoss. Das kleine Fenster entspricht in seiner Grösse und Lage wahrscheinlich noch den ursprünglichen Fenstern aus der Bauzeit des Chüechlihus.

Heute wünschen wir uns grosse Fenster mit viel Licht und freier Sicht. Vor 500 Jahren war das anders. Fenster mussten vor allem Tageslicht ins Haus bringen. Gleichzeitig sollten sie Wind, Regen und Kälte möglichst draussen halten. Das war eine schwierige Aufgabe.

Glas war damals zwar bekannt, aber teuer und nur in kleinen Scheiben herstellbar. In gewöhnlichen Häusern verzichtete man oft ganz darauf. Stattdessen verschloss man die Fenster mit Holzläden oder spannte dünne Tierhäute oder Pergament vor die Öffnung. Diese liessen etwas Tageslicht ins Haus, schützten aber gleichzeitig vor der Witterung. Der Blick nach draussen blieb dabei verschwommen oder war gar nicht möglich.

Die kleinen Butzenscheiben, die wir heute oft mit alten Häusern verbinden, galten lange als Luxus und waren zunächst vor allem in wohlhabenden Häusern und repräsentativen Gebäuden zu finden.

Dieses unscheinbare Fenster erinnert daran, wie anders das Leben im Chüechlihus vor 500 Jahren gewesen sein muss. Weniger Licht, weniger Aussicht, aber genügend Helligkeit, um den Alltag zu meistern.

 

Herkunft des Wissens

Aus Gesprächen mit Wanda Seiler (ehemalige Projektleiterin Spychere!) und Heinrich Christoph Affolter.

Nutzen des Wissens
aktiv / inaktiv

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