
ES_0041
Grippe 1918
Vorname/Name
Jonas Glanzmann
Jahrgang
1975
PLZ/Ort
3604 Thun
Kurzbeschrieb
Während der Grenzbesetzung 1914–18 leistete das Emmentaler Gebirgsinfanterie Bataillon 40 Militärdienst. Wehrmann Christian Berger aus Bärau schildert die schwere Zeit der Grippeepidemie 1918: Viele Kameraden starben, und das Bataillonsspiel 40 übernahm zahlreiche Trauerfeiern. Nach langer Quarantäne konnten die Soldaten schliesslich heimkehren.
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Text
Das Emmentaler Gebirgsinfanterie Bataillon 40, im Volksmund kurz «Geb Bat 40» genannt, rekrutierte sich aus den wehrfähigen Männern der Gemeinden des ehemaligen Amtsbezirks Signau und der Gemeinde Lützelflüh, die damals zum Amtsbezirk Trachselwald gehörte. In einem Brief an seinen Kameraden Ernst schildert der Wehrmann Christian Berger, geb. 1889 in Bärau, wie er die bewegte Zeit der Grenzbesetzung 1914-18 erlabt hat. Er war Trompeter im Spiel des Geb Bat 40.
„1918 Mai. Einrücken zum Grenzdienst. Schwere Grippe in der Armee.
Manchem Kameraden der Geb. Brig. 9 haben wir mit dumpfen Trommelschlage auf
seiner letzten Fahrt die letzte Ehre erwiesen. Das Bat. Spiel 40 hatte damals die schwere
Aufgabe zu übernehmen, da die Bat. Spiele des Oberländerregiment 17 und Spiel 89
wegen Krankheit oft nicht aktionsfähig waren. Beim Spiel 40 war kein Trompeter krank.
Endlich hätten wir auch heimkehren können, aber Langnau wollte seine Söhne nicht zurück,
wir hätten noch einen Monat unter Quarantäne bleiben sollen. Aber endlich konnten wir heim.
Das war Langnau, das schöne Dorf im Emmental.“
Herkunft des Wissens
Brief Christian Berger, Bärau, 6. Mai 1969
Nutzen des Wissens
aktiv / inaktiv
OG Langnau, Chronik 100 Jahre Offiziersgesellschaft
Soldatendenkmal Kirche Langnau




Spannend! Danke für den Beitrag.